Ich bin hier bloß der Hamster

unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Friedbert Stohner mit Bildern von Hildegard Müller

Ein Hamster, der ganz besondern Art, das ist Oleg. Er hat die Menschen in seinem Umfeld lange und intensiv studiert und weiß genau wie sie ticken.
Wer die Menschen so gut kennt, wie Oleg, weiß natürlich auch wie mit ihnen umzugehen ist bzw. wie man von ihnen ganz genau das bekommt, was man als kleiner Hamster haben möchte.
Oleg ist ein wahrer Meister seines Faches und läßt den Leser an seinen Tipps und Tricks teilhaben. Er verrät jede Menge Insider-Wissen und hält uns Menschen auf liebevolle und lustige Art und Weise den Spiegel vor.

Er erklärt uns, wie so ein Frühstück bei Miesepampels abläuft, warum den Menschenkindern immer wieder die Augen zufallen, warum Schnuppi den falschen Namen hat und was es mit dem Sonntagsei auf sich hat.
Wir lernen von Oleg jede Menge über Menschen-Mädchen und Menschen-Jungen und wie man mit ihnen umzugehen hat.

Ach und warum Hamster auf keinen Fall Rambo, Einstein oder Blümchen heißen wollen, sagt er uns natürlich auch, damit nicht gleich von Anfang an alles schief läuft.

Ein liebevolles, lustiges, ideenreiches, aufschlußreiches und witziges Buch über den Alltag eines gewitzten Hamsters und seiner Menschenfamilie, das keine Fragen offen läßt und jede Menge neue Erkenntnisse bringt.

Ein Lesespaß für die ganze Familie, nicht nur für Hamsterfreunde. Wer gerne lacht, auch gerne mal selbstironisch ist oder einfach nur beim Lesen Spaß haben möchte, der findet hier genau das richtige Buch.

Der Autor, Friedbert Stohner ist 1951 in Altlußheim am Rhein geboren und war viele Jahre im Verlagsgeschäft tätig. Er hat seit 1993 das Kinderbuch-Programm bei Hanser mitgegründet.

Zusammen mit seiner Frau, Anu, die ebenfalls Kinderbuchautorin ist, übersetzt er aus dem Finnischen und Englischen.
Friedbert Stohner schreibt eigene Kinderbücher, aber auch gemeinsam mit seiner Frau. Im Hanser Verlag würden von Herrn Stohner noch Ich bin hier bloß das Pony und Ich bin hier bloß das Schaf veröffentlicht.

Taschenbuch: 128 Seiten, Größe 11,8 x 1,5 x 19 cm
empfohlenes Lesealter 7 bis 11 Jahre
Verlag: Hanser Verlag

ISBN: 978-3-446-24517-4

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Der kleine Hamster Oleg gewinnt sofort die Herzen der Leser mit seiner
niedlichen, neugierigen und wissenden Art.
Seine Menschenkenntnis ist ebenso verblüffend, wie lustig und ironisch und bringt wohl jeden Leser zum Schmunzeln.
Die Geschichte ist in einzelne auch für Leseanfänger gut zu lesende Kapitel unterteilt. Der Satzbau ist kurz und einfach verständlich. Die Illustrationen sind liebevoll, witzig und einfach treffend.

Wir haben bei uns zu Hause uns am Sonntag das Buch gemeinsam und gegenseitig vorgelesen und hatten jede Menge Spaß dabei, kein Auge blieb trocken. Nebenbei entstand ein ganz besonderes Familiengefühlt, und auch die Kids haben mal nicht an ihre Handys gedacht.

Ein lustiges Buch, was mal einen anderen Blickwinkel auf uns als Menschen darbietet. Empfehlenswert für alle, die beim Lesen gerne Spaß haben, alle Hamster-Liebhaber und die, die es noch werden wollen, sowie an Familien, die das besondere gemeinsame Lesevergnügen schätzen.

Allerdings kein Buch, das sich als ein Ratgeber zur Hamsterhaltung versteht, noch um deren artgerechten Umgang dreht. Der Anspruch ist ja auch nicht die Darstellung der perfekten Hamsterhaltung, sondern die Darstellung, wie man sich als Hamster den perfekten Menschen erzieht und was man mit ihm erleben kann.

Giraffe und dann ab ins Bett

von David Grossman

unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Ein wunderbarer Sammelband mit allen Geschichten des Friedenspreisträgers David Grossman für die Allerkleinsten in einem Buch.
All diese Gutenachtgeschichten hat er für seinen eigenen Kinder und Enkelkinder geschrieben.

Ruthi, Rachelis, Jonathan, Lilli, Joram und Uris sind die kleinen Protagonisten in den liebenswerten und lustige Geschichten.

Egal ob es, Ruhtis Papa ist, der ein zappelndes Bündel auf dem Arm trägt und sich fragt, ob sich unter dem Handtuch vielleicht eine Giraffe verbirgt, oder ob wir von Rachelis geheimer Freundin erfahren, der sie auch immer ein Kompottschüsselchen hinstellt und immer Gute Nacht wünscht, der Leser und vor allem seine kleinen Zuhörer sind immer verzaubert von den fantasievollen, zauberhaften Geschichten. Geschichten, denen ein ganz besonderer Zauber innewohnt.

David Grossman, 1954 in Jerusalem geboren, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis und 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2017 bekam er für seinen Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ den internationalen Man-Booker-Preis. Viele seiner Werke sind im Hanser Verlag erschienen.

Die Gutenachtgeschichten, die der großartige israelische Schriftsteller für seine Kinder und Enkel geschrieben hat und die damals als eigene Bilderbücher erschienen, hat der Hanser Verlag nun wieder zugänglich gemacht.
Liebenswert und zauberhaft illustriert von Henrike Wilson.

Gebundene Ausgabe: Hardcover, 112 Seiten, in der Größe 16,7 x 1,3 x 24,6 cm
empfohlenes Lesealter 4 bis 6 Jahre
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (20. August 2018)

ISBN-13: 978-3446260535

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David Grossmann sagt selbst:
„Diese Energie, die Welt zu erforschen – ich liebe es, für Kinder zu schreiben.“ und genau das merkt man in jeder Zeile dieses wunderschönen Buches. Es ist liebevoll, fantasievoll und einfach reizend. Zeichnet sich durch großes Einfühlungsvermögen aus, ist dem kindlichen Fühlen und Denken angepaßt und hat einen ganz besonderen Humor, der einem das Herz erwärmt.

Die Illustrationen sind wunderschön, ansprechend, lebensnah und liebenswert, entführen die Kinder in die Geschichte, so dass sie völlig fasziniert und ergriffen zuhören.

Ein einzigartiges, wundervolles Vorleseerlebnis, was in keinem Kinderzimmer fehlen sollte. Auch super geeignet für den Kindergarten, um mal eben eine liebenswerte Geschichte vorzulesen und die Kinder wieder bei sich ankommen zu lassen.

Mein Andersopa

Rolf Barth und Daniela Bunge

Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar


Opa ist Neles bester Freund, da er viel Zeit hat, ist er für Nele da, wenn ihre Mama keine Zeit hat und arbeiten muss. Opa ist immer sehr gepflegt, trägt ein weißes Hemd mit Sakko, ganz der feine Herr, der den Hut hebt und freundlich grüßt. Nele erlebt so einiges mit Ihrem Opa, sie gehen spazieren und angeln, backen Kuchen und besuchen Oma auf dem Friedhof.
Dann kommen die Sommerferien und Opa will nicht wie sonst mit Nele und Mama in den Urlaub fahren.
Als Nele ihn bei ihrer Rückkehr besucht, traut sie ihren Augen nicht. Opa ist unrasiert und im Schlafanzug, am helllichten Nachmittag!

Problemthemen werden thematisiert

Als sie ihn am nächsten Tag zum Hundespaziergang abholen will, wartet er nicht wie sonst. Er ist wieder noch im Schlafanzug und wundert sich was Nele will. Der Nachbarin steckt er auf dem Friedhof die Zunge raus, statt freundlich mit dem Hut zu grüßen.
Was ist nur mit Opa los? Er vergisst jetzt oft etwas, sogar Neles Namen. Mama macht sich große Sorgen um Opa, als er sich immer mehr verändert. Was kann man denn da nur machen? Jetzt paßt nicht mehr Opa auf Nele auf, sondern Nele paßt auf den Andersopa auf. Er hat gute und schlechte Tage, aber immer ist Nele für ihn da.
Jetzt hat sie 2 Opas den Opa von früher und den Andersopa.

Gebundene Ausgabe: 32 Seiten, in der Größe 25,1 x 0,9 x 25,1 cm
empfohlenes Lesealter 5 – 7 Jahre
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (24. September 2018)

ISBN-13: 978-3446260573

Zum Buch

Der Autor Rolf Barth studierte Theater- und Filmwissenschaft, Germanistik und Politologie. Er war als Universitätsdozent, Rundfunkjournalist, Konzept- und Drehbuchautor fürs Fernsehen und das Theater tätig und schreibt Musicals, Familienshows, Rundfunkbeiträge und Kolumnen. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung als Prinzipal eines Zauber-Mitmach-Theaters für Kinder.
„Der Andersopa“ ist sein erstes Buch bei Hanser.
Aktuell tritt er als Geschichtenerzähler mit seinem Lesetheater auf.

Daniela Bunge studierte Pädagogik in Regensburg und legte ihr Diplom als Illustratorin an der Fachhochschule für Design in Münster ab. Sie lebt als Illustratorin in Berlin.

In dem Bilderbuch „Mein Andersopa“ muss Nele die Erfahrung machen, dass sich ihr geliebter Opa ganz plötzlich verändert, manchmal erkennt sie ihn fast nicht wieder. Dem Autor Rolf Barth und der Illustratorin Daniela Bunge ist in diesem Buch ein wahres Meisterwerk gelungen, dass sich mit dem Thema Altersdemenz oder auch Alzheimer auf eine wunderbare, einfühlsame und gut verständliche Art und Weise auseinandersetzt.
Wir erfahren, wie Nele mit der schweren Situation umgeht und alles so annimmt, wie es kommt und dabei sogar noch positive Seiten finden kann.

Altersdemenz

Demenz tritt in unserer Gesellschaft immer häufiger auf und fast jeder hat jemanden in der Familie oder kennt jemanden, der betroffen ist. Die Krankheit bringt für alle Beteiligten große Herausforderungen und großen Schmerz mit sich, umso wichtiger ist es, dass man auch daran denkt, wie man Kindern hilft damit umzugehen und sie nicht vor lauter eigenem Kummer vergißt.

„Der Andersopa“ ist ein fantastisches Kinderbuch, dass sich sehr einfühlsam und gefühlvoll dem Thema annimmt, es ist gleichermaßen für Kinder und Erwachsene wertvoll und ich kann es nur von ganzem Herzen empfehlen.

Einfühlsame Geschicht

Die Geschichte ist sehr gut verständlich und in einer kindgerechten Sprache verfaßt und geht sowohl den jungen, als auch den älteren Lesern ans Herz. Die Illustrationen sind ebenso treffend, wie liebevoll und warmherzig.
Man möchte sowohl Nele als auch den Andersopa in den Arm nehmen und für sie da sein. Die ein oder andere Träne hat sich ihren Weg gebahnt, denn wir wissen aus persönlicher Erfahrung, wie es ist, wenn sich Menschen scheinbar plötzlich verändern. Mein Sohn hatte eine Andersuroma und vieles kam uns sehr bekannt vor. Dieses wunderbare Buch wäre damals für uns sehr hilfreich gewesen.

Kurz: ein brilliantes Buch zu einem schweren Thema, was man nur jedem wärmstens empfehlen kann, nicht nur Menschen, die einen dementen Menschen betreuen.