Neuerscheinung: Der Maulbeerbaum

unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Immy zieht mit ihren Eltern von Australien in ein kleines Dorf in der Nähe von Cambridge in England. Die letzten Monate in Australien waren bedrückend und belastend, sie hoffen, all das im neuen zu Hause hinter sich lassen zu können.
Ihre Hauswahl fällt auf das Lavender-Cottage, ein idylisches Haus mit einem wunderschönen Vorgarten voller blühenden Lavendels. Ein perfektes Haus, wäre da nicht im hinteren Teil des Gartens ein uralter, dunkler, riesiger Baum, der sie eher wütend zu empfangen scheint und die Geschichte, die man sich im Dorf über ihn erzählt.
Offensichtlich haben die Dorfbewohner seit Generationen Angst vor ihm, es wird berichtet, dass der Baum die Mädchen des Hauses in der Nacht vor ihrem elften Geburtstag raubt.
Immy will es nicht glauben, doch dann hört sie kurz nach ihrem Einzug
ein merkwürdiges Lied in ihrem Kopf.
In der Schule ist sie vom ersten Moment an eine Außenseiterin, alle meiden sie, weil sie im Cottage lebt.
Wären da nicht Riley, ein Junge aus ihrer Klasse, der auch noch nicht lange in dem Dorf lebt, und ihre nette Nachbarin Jean, die sie auf Anhieb mag und von der sie so einiges über den Baum erfährt, würde Immy sich sehr einsam fühlen.
In Immy reift der Plan die Geheimnisse, die sich um den Baum in ihrem Garten ranken, zu entlarven, damit sie keine Angst haben muß, dass er auch sie am Vorabend ihres 11. Geburtstags holt.
Wird ihr dies in der Zeit, die ihr noch bleibt, gelingen?

Allison Rushby beweißt mit ihrem Erstlingswerk, dass sie die Tochter einer Schriftstellerin ist und es versteht ihre Leser von der ersten Seite bis zur Enthüllung des Geheimnisses zu fesseln.

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten, Größe 14,1 x 2,7 x 20,8 cm
empfohlenes Lesealter 9 bis 11 Jahre
Verlag: Urachhaus; Auflage: 1 (14. Februar 2019)

ISBN-13: 978-3825151829

Zum Buch

Das Buch ist altersgerecht, in gut verständlicher Sprache geschrieben. Es wird gleich von Beginn an ein Spannungsbogen aufgebaut, der das ganze Buch über anhält.

Themen mit denen sich Kinder in Immy’s Alter auseinandersezten müssen, wie Schulwechsel, Eingewöhnung an der neuen Schule, Vorurteile bis hin zum Ausgegrenzt- werden und Mobbing, Liebe zu den Eltern, aber auch die Konflikte mit ihnen bzw. die Sorgen um sie werden aufgegriffen und für die jungen Leser veranschaulicht dargestellt.
Die Leserschaft bekommt Einblick in das Leben mit einem Elternteil, der an schweren Depressionen leidet und es werden Lösungsmöglichkeiten für den Umgang damit geboten.

Auf wunderbare Art und Weise wird gezeigt, dass nicht nur Menschen Gefühle haben und Respekt verdienen, sondern auch Tier und Pflanzen. Immy’s Geschichte macht deutlich, wie wichtig es ist Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt zu übernehmen, sich dabei aber zu trauen einen eigenen, unkonventionellen Weg zu gehen und sich nicht durch Anfeindungen von anderen verunsichern zu lassen, sondern an sein Vorhaben zu glauben.
Freundschaft und Empathie spielen dabei eine genauso große Rolle, wie die Fähigkeit vergeben zu können.

Mich hat das Buch selbst als erwachsenem Leser sehr berührt und ich bin begeistert, dass die Autorin bereits für ihr junges Publikum ebenso wichtige, wie schwierige Themenkomplexe wählt und diese mit Leichtigkeit vermittelt.

Ich hoffe, wir werden noch viel von Allison Rushby lesen und freue mich auf das nächste Buch von ihr.

Fazit: Der sehr empfehlenswert Daumen geht ganz hoch!